14. Dezember 2017

Sonnenschutz für Kinder – das sollte man wissen

Sonnenschutz für KinderKinderhaut ist sehr empfindlich. Sie muss deshalb noch intensiver als die Haut von Erwachsenen von den schädlichen Einflüssen von Sonnenlicht und deren Folgen geschützt werden. Der Grund dafür ist, dass die Haut der Kinder noch sehr dünn ist und keinen Eigenschutz vor UV-Strahlen besitzt. Doch in welchem Alter muss man worauf achten und wie sehr verändert sich die Kinderhaut im Laufe der Zeit?

Bis zum ersten Lebensjahr

In den ersten zwölf Monaten ihres Lebens sollten Kinder am besten möglichst gar keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Am besten sollten die Kinder sich nie in der prallen Sonne aufhalten. Auch der Schatten unter Tüchern oder Schirmen reicht in der Mittagssonne oft nicht aus.

Babyhaut sollte übrigens auch nicht mit Sonnencreme eingecremt werden, die auch Erwachsene benutzen, da diese nicht für zarte Babyhaut geeignet ist. Babyöl fördert Sonnenbrand hingegen zusätzlich.

Wenn nötig, verwenden Sie lieber spezielle Sonnencremes für Babies.

Im Kleinkindalter

Auch im Kleinkindalter müssen Eltern stark auf den Sonnenschutz ihrer Kinder achten. Wichtig ist dabei, dass die Sonnencreme sowohl UV-A-, als auch UV-B-Strahlen abhält.

Denn während letztere Schuld an Sonnenbränden sind, erhöhen erstere das Risiko für Hautkrebs stark. Der Lichtschutzfaktor auf Sonnencremes bezieht sich stets auf die UV-B-Strahlen.

Kleinkinder benötigen mindestens LSF 30. Der Faktor für UV-A-Strahlen sollte bei 10 liegen. Besonders in der Mittagszeit, wenn die Sonne am stärksten strahlt, sollten Kleinkinder am besten trotzdem nicht in der prallen Sonne spielen.

Sonnenschutz ab 6 Jahren

Auch wenn die Kinder älter sind, muss stark auf Sonnenschutz geachtet werden. Kinder vergessen beim Spielen in der Sonne oft die Zeit und können noch nicht richtig einschätzen, wann wieder die richtige Zeit zum Eincremen ist.

Hier gilt weiterhin, dass Kinder vor dem Spielen in der Sonne eingecremt werden müssen. Je nachdem, wie gebräunt die Kinder jedoch schon sind, kann der Sonnenschutz nach und nach reduziert werden.

Sonnengerechte Kleidung

Viele Eltern glauben, dass es ausreicht, wenn sie darauf achten, dass ihre Kinder nicht nackt in der Sonne spielen. Doch UV-Strahlen dringen auch durch Kleidung und können ihre schädliche Wirkung entfalten.

Deshalb sollten Eltern auf sonnengerechte Kleidung achten. Mittlerweile gibt es allerdings besonders eng gewebte oder imprägnierte Kleidung, die Schutz vor UV-Strahlen bietet.

Wer sich lang in der Sonne aufhält, sollte also auch darauf achten, dass Kinder solche schützende Kleidung tragen. Die Kleidung sollte möglichst viel vom Körper bedecken, dabei allerdings luftig und nicht zu eng geschnitten sein, damit den Kindern darunter nicht zu warm wird.

Ansonsten gilt, dass vor allem Kopfbedeckungen nicht vergessen werden sollten. Besonders Gesicht, Nacken und Ohren sind sehr empfindlich für Sonnenbrände und sollten deshalb zusätzlich zur Sonnencreme mit Kleidung geschützt werden.

Ebenso sind die Fußrücken und Fersen besonders gefährdet – Schuhe sollten sie deshalb bedecken. Beim Schwimmen ist die Kinderhaut ganz besonders gefährdet, denn das Wasser verstärkt die UV-Strahlung. Deshalb sollte neben Badekleidung am besten auch ein T-shirt aus Stoff mit UV-Schutz getragen werden.

Sonnenschutzmittel

Dass Kinder eingecremt werden sollen, dürfte mittlerweile klar sein. Aber wie macht man das am besten?

Wie schon erwähnt, sollte eine Sonnencreme sowohl vor UV-A-, als auch vor UV-B-Strahlen schützen. Der LSF sollte immer eher zu hoch als zu niedrig gewählt werden.

Wählen Sie spezielle Sonnenschutz-Produkte für Kinder, da diese die Kinderhaut nicht austrocknen. Kinder mögen meist keine zähen Cremes, weshalb Lotionen oder Sprays für sie angenehmer sind.

Achten Sie darauf, dass jede freie Stelle des Körpers eingecremt ist, auch wenn die Kinder beim Eincremen oft ungeduldig sind!

Der Sonnenschutz sollte etwa eine halbe Stunde aufgetragen werden, bevor die Kinder ins Freie gehen. Nur so kann der Sonnenschutz sich richtig entfalten. Wenn die Kinder schwitzen oder ins Wasser gehen, sollte der Sonnenschutz erneut aufgetragen werden.

Aber Achtung: Der LSF verlängert sich durch wiederholtes Auftragen nicht. Nach einer Weile sollten die Kinder also auf jeden Fall in den Schatten gehen.

Kinder sind stark sonnenbrandgefährdet. Als Eltern müssen Sie deshalb besonders auf den Sonnenschutz achten. Wenn jedoch der richtige Sonnenschutz aufgetragen und sonnengerechte Kleidung ausgewählt wird, sollte dem sorglosen Spiel in der Sonne nichts im Wege stehen – sofern es nicht zu lang dauert.

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